Ein Vorgeschmack auf den Sommer

Veröffentlicht in: Allgemein, Campen, Rolli-Camper, Urlaub | 0

Relativ spontan entschieden wir uns in den Osterferien nach Kroatien zu fahren. Ich hatte Lust auf Sonne und Meer.

Um in der Sonne und in der Wärme anzukommen, mussten wir jedoch erst mal durch extrem winterliche Verhältnisse. Was du hier siehst, ist jedoch nicht in Österreich oder in Slowenien in den Bergen, nein es ist in Kroatien ungefähr 40 km vor Zadar. Unglaublich! So viele Schneemassen hatte ich noch nie gesehen, nicht einmal im Allgäu. Daher haben wir uns schon gefragt: War das wirklich die richtige Entscheidung?

Erwartet uns am Meer gleich wirklich Sonne und Wärme?

Und ob! Wie ein Wunder kam es uns vor, als wir unseren Stellplatz kurz vor Zadar erreichten. Es war ein Platz, den ich über park4night entdeckt habe.

Hier erlebten wir fantastische Sonnenuntergänge.

Es ist schon fast zur Regel geworden, dass wir, wenn wir irgendwo ankommen, uns auf die Suche nach heimischen Blumen begeben, um unsere Deko – Vasen zu befüllen. Die Natur hat hier schon einige Schönheiten hervor gebracht.

Auf unserem Rückweg erblickten wir Lotti. Wie schön sie sich doch in die Landschaft einfügt.

Erstmal unsere gesammelten Schätze ausbreiten und sortieren.

So unsere Väschen sind gefüllt. Das Ergebnis kann sich doch sehen lassen, oder?

Sicher, im Regal stehend, dürfen Sie uns nun begleiten.

Da es abends immer noch ein bisschen frisch wurde, heizten wir mit unserem Holzofen ein.

Es ist immer wieder schön, wenn wir am Morgen unsere Schiebetür öffnen, und uns die Sonne und die schöne Landschaft entgegenlacht.

Wenn der Stellplatz es hergibt, ist es durchaus möglich, dass Jakob sich kreativ betätigt, während ich auf meinem bequemen Luftbett liege. Das Liegen ist dabei für mich eine willkommene Abwechslung zum ständigen Sitzen im Rollstuhl.

Wir waren drei Nächte an diesem wunderschönen Ort und sind auch immer wieder losgezogen, um die Schönheit zu bestaunen.

Hier siehst du, wie dicht die Berge sind.

Wir haben diesen Platz an unserem letzten Abend noch sehr genossen.

Am nächsten Morgen sind wir nach Zadar gefahren, um uns die Stadt anzuschauen.

Unser Weg führte uns direkt an die Uferpromenade, die mit dem Rollstuhl wunderbar befahrbar war. Ich habe es schon so oft erlebt, dass Kroatien für Rollstuhlfahrer:innen super geeignet ist.

Als wir diese merkwürdigen Öffnungen sahen, wussten wir, wir sind dort angekommen, wo wir hinwollten.

Hast du eine Ahnung, wozu diese Öffnungen sind? Rate mal und/oder hör dir das mal an!

Nach den Orgelklängen schlendern wir noch durch die engen Gassen. Ich liebe enge Gassen und weiß immer gar nicht, wo ich zuerst meinen Blick hinwenden soll. Schaue dir mal die Bodenbeschaffenheit an. Für mich als Rollstuhlfahrerin wieder kein Problem, da sie glatt und vor allem die gleiche Höhe haben.

Dann ging es weiter auf die Halbinsel Murter in das nette Örtchen Tisno. Nachdem wir am Rande eines Feldwegs ein Plätzchen zum Verweilen gefunden hatten, ging es in das Städtchen.

Als wir am Hafen angekommen sind, suchten wir uns eine Pizzeria, genossen die Abendsonne, den tollen Blick und natürlich die leckere Pizza.

Wir schlenderten am Hafen entlang und entdeckten zahlreiche, kleine Fischerboote.

Lotti hat sich wieder mal versteckt.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter und erreichten Trogir. Wir standen auf einem Parkplatz, direkt am Meer mit Blick auf die Stadt Trogir und bereiteten zunächst unser Mittagessen zu.

Dann machten wir uns auf den Weg. Da Trogir auf einer Halbinsel liegt, mussten wir erst mal eine Brücke überqueren.

Mit Fotoapparat und Vorspannrad ausgerüstet, ging es dann auf in die kleinen Gassen. Auch hier war das Vorankommen mit dem Rollstuhl für mich gar kein Problem.

So schöne Ecken hier:

Ich kann mich immer gar nicht satt sehen.

Ich liebe es, wenn über meinem Kopf bunte Wäsche schwebt. Da fällt mir doch folgendes Lied ein: die Wäsche trocknet an der Sonne, die Wäsche trocknet auch am Wind, die Wäsche trocknet auch am Licht, wie schön ist das eigentlich.

Am späten Nachmittag suchten wir uns dann noch ein ruhiges Plätzchen zwischen Trogir und Vodice. Und ich kann dir sagen, es war ein Traum von Platz.

Es war klar, dass wir hier, bis die Sonne untergegangen war, uns draußen aufhielten. Jakob nutzte die Zeit, um ein neues Kunstwerk entstehen zu lassen. Und ich war bereits eingemummelt (mir war bereits etwas kalt) und beobachtete ihn dabei.

Das noch nicht ganz vollständige Werk:

Am nächsten Tag erkundeten wir noch etwas die Umgebung.

Nachmittags sind wir dann aufgebrochen, um nach Tribunj zu fahren und dort Christl (meine Cousine zweiten Grades) und Andreas (ihren Mann) zu treffen. Wir waren in den Winterferien schon hier, und ich habe davon berichtet. Wenn du wissen möchtest, was wir dort erlebt haben, dann schaue hier nach.

Hier könnte man barrierefrei ins Wasser gelangen.

Unsere Zeit hier, war geprägt von ausgedehnten Spaziergängen am Meer entlang.

Die Wege sind so gestaltet, dass sie auch für Rollstuhlfahrer:innen gut zugänglich sind. Wenn Stufen erscheinen, gibt es immer eine Rampe, die die Stufen überwindet. Während Christl mich schiebt, hat…

Jakob die Hände frei, um schöne Aufnahmen zu machen.

Natürlich haben wir wieder auf ihrem Olivenhain gegrillt. Andreas, unser Feuermeister:

Der Nachtisch: Eine Art Oster – Linzertorte mit Osterdeko.

Die Nacht haben wir dann dort verbracht. Unser letzter Tag in Kroatien, verbunden mit ein wenig Wehmut.

Wir hatten so eine schöne Zeit in Kroatien. So viel Sonne, so viele tolle Erlebnisse, so viele nette Begegnungen und so viel schöne Natur. Wir kommen wieder!

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