Ist Wintercamping in Kroatien für uns möglich?

Veröffentlicht in: Allgemein, Campen, Rolli-Camper, Urlaub | 0

Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir uns auf den Weg nach Kroatien gemacht. Zum ersten Mal im Winter campen. Ausgerüstet mit unserem Mini Holzofen und einem Gasheizstrahler wollten wir testen, ob das für uns wirklich möglich ist und ob wir noch etwas verbessern müssen.

Voller Vorfreude und auch ein bisschen Aufregung sind wir früh am Morgen gestartet. Ehrlich gesagt, wussten wir nicht, ob der kleine Ofen auch die Heizleistung erbringt, die wir gerne hätten. Gleichzeitig freuten wir uns auf neue Gegenden und Landschaften in Kroatien.

Während der Fahrt war es noch sehr winterlich. Die Anzeigetafel ist nett, aber verspricht auch noch kein wärmeres Wetter. Also immer weiter Richtung Rijeka.

Unser erster Halt war der Campingplatz in Omišalj auf der Insel Krk. Nachdem wir bei unserer Ankunft am Abend noch richtig einheizen mussten, begrüßte uns am nächsten Morgen die Sonne und es war merklich wärmer. Wie schön!

Es ging jedoch gleich weiter Richtung Zadar über die Brücke, die Krk mit dem Festland verbindet.

Wir fuhren durch schöne Landschaften und…

sind im Landesinneren plötzlich wieder im Winter angekommen.

Winter wollten wir zwar nicht hier in Kroatien, aber er war trotzdem schön anzuschauen. Mittags kam dann noch der Hunger und wir suchten ein Plätzchen, wo wir kochen und essen konnten. Zum Glück hatten wir es im Inneren unseres Rollicampers warm.

Weiter ging die Fahrt, mit tollen Aussichten und zum Glück strahlend blauem Himmel.

Bei Zadar suchten wir uns einen Campingplatz. Da es am späten Nachmittag immer recht kalt wurde, mussten wir ordentlich heizen. Für Jakob bedeutete das wieder Holz zu hacken.

Wir genossen diese Wärme und dieses kleine Feuer schon sehr.

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Split. Wir entschieden uns immer am Meer entlangzufahren und die Autobahnen zu vermeiden. Uns ist es nämlich wichtig, Land, Leute, Landschaften und Orte zu entdecken. So kamen wir zufällig an diesem Hafen an und konnten wunderbar eine Pause in der Sonne machen.

Haare waschen muss bei einer längeren Reise natürlich auch mal sein. Was ich dafür brauche? Nicht viel: Eine Schüssel, ein Kessel mit warmen Wasser und Shampoo. Gut, dass wir einen höhenverstellbaren Tisch haben. So kann ich bequem meinen Kopf über der Schüssel halten.

Nach einem Aufenthalt bei Split ging die Fahrt für uns weiter Richtung Dubrovnik. Die Landschaft wurde karger, die Felsen höher sowie imposanter und die Häuser quetschten sich irgendwie zwischen Felsen und Meer hinein.

Und wir tuckerten weiter…

durch Landschaften, die dir den Atem rauben und wo du einfach…

anhalten, aussteigen und genießen musst.

Wir ließen uns viel Zeit und so kam es auch schon vor, dass wir…

erst am frühen Abend, wenn die Sonne bereits unterging, einen Stellplatz suchten. Dann wurde es auch schon langsam kalt und wir mussten in unserem kleinen Ofen Feuer machen.

Auf der Suche nach einem netten Plätzchen, wo wir sein und bleiben konnten, nutzten wir auch die Plattform park4night. Der Weg führte uns dieses mal etwas hinauf in die Berge, wo uns zwar die wärmende Sonne, aber auch starker Wind erwartete. Der Wind wurde abends und nachts dann immer stärker, so dass unser Camper richtig durchgeschüttelt wurde. Es fühlte sich an wie auf einem Schiff bei starkem Wellengang. Leider hat unser Außenrohr vom Kamin den starken Böen nicht standhalten können. Der Wind drehte das Rohr und der ganze Qualm war plötzlich im Innenraum. Dass das nicht ganz so gesund ist, ist selbstverständlich. Es musste eine Lösung her. Am nächsten Tag fuhren wir in einen Baumarkt und statteten uns mit Spanngurten und einer Schelle aus. War ja klar, dass es danach gar keinen starken Wind mehr gab.

Am nächsten Morgen ließ der Wind etwas nach und ich konnte mein Frühstück im Bett so richtig genießen. Da die Hälfte unserer Zeit der Ferien bereits vorbei war, traten wir anschließend die Heimreise, für die wir uns auch richtig Zeit lassen wollten, an. Außerdem wollten wir Christl (meine Cousine zweiten Grades) und ihren Mann Andreas besuchen, die in Vodice ein Ferienhaus haben.

Wir fuhren täglich so 100-200 km durch die schöne Landschaft und fanden immer wieder schöne Plätze zum Übernachten. Lustig, als wir hier anhielten, kam eine Frau zu uns hergerannt, weil sie dachte, die Post ist da und bringt ihr ein Paket.

Kurz vor Vodice hielten wir noch in dem schönen Ort Primošten. Gleich am Toreingang begrüßten uns diese beiden Fischer.

In Primošten kann man wunderbar am Meer entlang spazieren. Das ist mit dem Rollstuhl auch relativ gut machbar.

In der unmittelbaren Nähe der Innenstadt fanden wir einen großen Parkplatz, auf dem wir bleiben konnten.

Am nächsten Morgen boten die Vögel an unserem Fenster ein wunderschönes Schattenspiel.

Dann sind wir bei Christl und Andreas angekommen. Die Wiedersehensfreude war groß. Der Plan war, dass wir am nächsten Tag die Zeit auf ihrem Olivenhain bei Tribunj verbringen.

Der Wettergott meinte es gut mit uns und so konnten wir lecker grillen.

Nach zwei Tagen verließen wir diesen wunderbaren Ort und fuhren gemütlich nach Rijeka. Die Strecke entlang des Meeres war sehr beeindruckend. Wie Krokodilrücken ragten die Felsen aus dem Wasser heraus.

Während wir es in der Fahrerkabine schön warm hatten, wurden die Temperaturen draußen immer kälter. Macht aber nichts, denn die Aussichten waren trotzdem schön.

Wir waren so froh, diese Reise gemacht zu haben. Wir haben neue Landschaften und Gegenden von Kroatien entdeckt, liebe Menschen besucht, ungefähr 3000 km Strecke in 13 Tagen gemacht, erlebt wie unkompliziert das Reisen mit unserem Rolli-Camper ist und erfahren, dass unser Mini Holzofen wirklich richtig gut wärmt. Das einzige, was wir noch verbessern müssen, ist, dass wir uns für einige Zugluftstellen etwas überlegen müssen.

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